Tempest

Arams Wacht 4

Das Ende des Schreckens

Zu Beginn des neuen Tages, bei erneut heiter bis wolkigem Wetter, beratschlagten die Helden zunächst ausführlich, was als nächstes zu tun sei. Sie beschlossen, die Kugel zum Meer zu bringen. Vor dem Aufbruch nahmen Ylendriel und Pox die restlichen Wurstvorräte aus der Burg mit.
Während der Durchquerung des Waldes machte Pox sich einen Spaß daraus, Gregorius zu Fall zu bringen. Kurze Zeit später ging Unsinkbar ohne erkennbaren Grund aus, Gregorius konnte ihn aber schnell wieder anschalten.

In der Ferne hörte die Gruppe Schreie und Schritte. Ein Zwerg stolperte kurz darauf vor ihnen aus dem Dickicht und wurde offenbar von etwas Großem verfolgt. Er schrie, alle sollten wegrennen. Für einen Moment zogen Unsinkbar und Ylendriel in Betracht, sich dem Verfolger zu stellen. Schnell wurde aber klar, dass es zu gefährlich war und so rannten alle zurück auf den Weg, der zur Burg hinaus führte. Das Monster verließt den Wald nicht. Gregorius nutzte die Verschnaufpause um mehr über den Zwerg zu erfahren. Er erklärte, ein Spion auf einem Grühwalder Schiff gewesen und nahe Arams Wacht über die Planke geschickt worden zu sein.

Da kein anderer Weg zum Meer führte, begaben sich die Helden einmal mehr in den Wald, nun vorsichtiger. Bald zeigte sich, dass das Monster sie verfolgte, aber nicht besonders schnell war. Sie erreichten die bekannte Lichtung mit den seltsamen Blumen und umrundeten sie vorsichtig, das Monster lief dagegen unbeeindruckt mitten hindurch. Nun war es als ein kaum bestimmbares Ding aus Pflanzenteilen mit vier Beinen erkennbar.
Die Gruppe erreichte den Strand. Das Monster blieb am Waldrand stehen. Unsinkbar wollte es dort angreifen, erlitt aber einen Rückschlag.

Gregorius trug die Kugel ins Meer. Dadurch befreite er den gefangenen Elementar, der sich als eine 70 Meter hohe Wassersäule manifestierte und durch eine Welle die Helden beinahe hinfort spülte. Gregorius bat den Elementar um Hilfe. Es lenkte daraufhin einen dicken Wasserstrahl in den Wald und schlug dort eine kurze Schneise. Anschließend verschwand es im Meer. Halvir stellte fest, dass die zuvor noch allgegenwärtig gewesene Magie verschwunden war. Auch das Pflanzenmonster war nicht mehr vorhanden. Der Kopf, den Ylendriel bei sich trug, war nicht mehr am Leben.

Nachdem sie ihre Sachen getrocknet und sich kurz ausgeruht hatten, machten die Helden sich auf den Rückweg zur Burg. Sie beschlossen, zuerst nach Simon zu sehen, der war jedoch nicht mehr im Tempel. Von einer Suche nach ihm sahen die Helden ab.
Bald näherte sich wieder der Stampfer. Die Helden wollten das letzte Licht des Tages nutzen um ihn nun endlich dauerhaft auszuschalten. Er ließ sich aber weiterhin nicht aus der Burg heraus locken. Halvir nutzte seine neuen Zaubersprüche und fügte dem Stampfer so schwere Wunden zu, dass er besiegt werden konnte. Im Hof enthauptete Ylendriel den Stampfer und Halvir schloss den Kopf in Stein ein. Nach dieser Tag rastete die Gruppe bis zum nächsten Morgen. Der Stampfer blieb zur Erleichterung aller dieses mal tot.

Am nächsten Morgen begab sich die Gruppe in das Obergeschoss der Burg um dem Schrecken ein Ende zu bereiten. Ylendriel schnitt die mit schwerem Leder verwachsene Tür zum Herzaraum auf. Dahinter lag eine Galerie, von der aus ein riesiges Herz in der tieferen Etage zu sehen war. Die Wände waren komplett mit organischem Material überwuchert. Zahlreiche Spiegel in verschiedenen Winkeln hingen dort.
Ein erster Angriff auf das Herz bewirkte, dass eine sehr große humanoide Gestalt mit einem riesigen Hammer als Hand sich davon löste und kleinere Tentakel aus den Wänden nach den Anwesenden griffen. Die Helden griffen den Riesen an. Die Wunden aus ersten Bolzen und Pfeilen heilten zusehends, als der Riese das Herz berührte. Zunächst tat die Gestalt nichts weiter, bis Unsinkbar hinunter in ihre Reichweite sprang. Kurze Zeit später folgten Gregorius, der Zwerg und Pox nach unten um das Wesen und das Herz zu bekämpfen. Die Elfen blieben währenddessen auf der Galerie. Das Herz litt schwer unter den Angriffen und sackte bald in sich zusammen. Der Riese kämpfte weiter und traf Unsinkbar hart. Daraufhin erklang von Unsinkbar ein immer lauter werdendes Grollen und seine Augen begannen blau zu leuchten, während er mit ungekannter Wildheit weiterkämpfte. Der Kampf tobte für eine Weile weiter, bis Pox in seiner animalischen Form durch den Torso des Riesen hindurch sprang und ihn mit seinen Klauen zerriss.

Auch als der Riese besiegt war, ließ Unsinkbar nicht von ihm ab. Gregorius, in Sorge um Unsinkbar, näherte sich ihm, wäre aber beinahe auch zum Ziel des Konstrukts geworden, hätte Halvir nicht von der Galerie eingegriffen. Unsinkbar wand sich daraufhin zu Halvir, schwang sich in erstaunlich akrobatischer Weise auf die Galerie, beruhigte sich dort aber wieder. Offenbar konnte Unsinkbar sich nicht erinnern, was er gerade getan hatte.

Ylendriel untersuchte den abgetrennten Hammerarm des Riesen. Zwar konnte er den Hammer mit einiger Mühe anheben, ihn im Kampf zu führen war jedoch für den Elf nicht vorstellbar. Halvir stellte fest, dass dem Hammer eine destruktive Magie innewohnte, die durch eine untrennbar mit dem Hammer verbundene Kette gedämpft wurde. Unsinkbar, der Stärkste der Gruppe, nahm den Hammer auf und schlug damit auf die mysteriöse schwarze Kugel ein, die den unteren Raum begrenzte. Der Hammer sog die Kugel auf. Eine Gruppe von Grühwalder Soldaten und einem offenkundigen Magier stand gefechtsbereit darin und fiel nun leblos zu Boden.

Die weitere Erkundung der Burg führte die Helden zu einem Raum im Obergeschoss, der von Fleisch zugewachsen und kaum betretbar war, ein enger Gang führte hinein. Da niemand hineinkriechen wollte, schickte Halvir einen kleinen Steindiener hinein um Gegenstände zu finden und mitzubringen. Der Diener fand aber offenbar nichts.

Die Burg war nun erkundet, ihr Geheimnis größtenteils gelüftet und der Schrecken bezwungen. Die erhofften Erkenntnisse über die Ann Thurmamer Forschungen an der Ersten Sprache hatten sich allerdings nicht ergeben. So beschlossen alle, aus unterschiedlichen Motiven, Arams Wacht zu verlassen und Segel auf Ann Thuram zu setzen.

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Ylendriel

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